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Wie ich Arbeite

Herzlich - Achtsam - Kreativ

Die Integrative Therapie ist eine Humanistische Therapie, wo der Mensch im Vordergrund steht. Körper, Geist und Seele sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. In der Gesprächstherapie gibt es auch die Möglichkeit sich kreativ auszudrücken, sei es mit Bewegung, Malen oder Aufstellungsarbeit.

Das Angebot wird individuell auf Sie angepasst. Sie entscheiden stets was und wie viel wir machen.

Herzlichkeit

Mein Ziel ist es eine offene und warme Atmosphäre zu schaffen, wo Sie sich wohl fühlen. Ich begegne Ihnen daher stets mit offenem Herzen.

Zudem zeigen sich oft Muster oder Verhaltensweisen aus anderen Beziehungen auch innerhalb der Psychotherapie. Daher lege ich besonderen Wert darauf, immer wieder gemeinsam einen Blick auf unsere Beziehung zu werfen. Die therapeutische Beziehung kann somit als Übungsfeld dienen, um neus Verhalten auszuprobieren. Das Üben im sicheren Raum kann positive Auswirkungen auf die privaten Beziehungen haben.

BEISPIEL

A. fällt es sehr schwer Grenzen zu setzen in Beziehungen. Sie bezeichnet sich selbst als "People Pleaser" und tut so oft Dinge, die sie gar nicht möchte.

In der therapeutischen Beziehung ergründen wir, wo A. über ihre Grenzen geht, um mir als Therapeutin zu gefallen. Ich versichere ihr, dass ich sie  als Menschen weiterhin schätze und mag, auch wenn sie mir gegenüber Grenzen setzt. Wir besprechen auch, wo ich als Therapeutin Grenzen überschritten habe. Im Laufe der Therapie übt A regelmäßig mir gegenüber Grenzen zu setzen und Dinge zu tun, wo sie denkt, die könnten mir nicht gefallen. A. erlebt, dass die Beziehung zu mir aufrecht bleibt und entwickelt somit den Mut auch außerhalb der therapeutischen Beziehung GRenzen zu setzen und auf sich zu schauen.

Achtsamkeit

Der Körper ist bei der Achtsamkeit essentiell. Es geht darum, wahrzunehmen was ist, ohne es gleich verändern zu wollen. Jeder Mensch hat eine ganz persönliche Beziehung zum eigenen Körper. Daher gestaltet sich der Fokus auf den Körper in der Therapie hoch individuell.  Mal geht es darum ein Gefühl zu spüren und im Körper zu verorten. Mal muss einem Impuls nachgegangen werden, den der Körper gerade zeigt, wie zum Beispiel tief Ausatmen oder die Hände schütteln.

BEISPIEL

T. spürt keine Wut. T. reagiert bei Situation, die wütend machen könnten, oft mit Ohnmacht und Starre. T. würde gerne Wut spüren und zulassen können.

In der Therapie finden wir gemeinsam heraus, dass T. in der Kindheit gelernt hat, dass Wut schlecht ist. Somit hat T. Wut stets heruntergeschluckt. Jedes Mal wenn T. eine Situation schildert, wo T. mit Ohnmacht oder Starre reagiert, richten wir die Wahrnehmung auf den Körper und beobachten, was T. spürt. Mit der Zeit kann T. das darunterliegende Gefühl, nämlich die Wut, immer mehr zulassen und es entsteht der Impuls Das Gefühl rauszulassen. T. schüttelt dafür die Hände. Daraufhin schlage vor, dass wir uns gemeinsam schütteln können und frage, ob T. sich dabei wohlfühlt oder das Angebot adaptieren möchte. T. strahlt bei der Vorstellung und nickt dabei, wonach wir aufstehen und uns für ca 3 Minuten schütteln.

BEISPIEL

W. kommt heute in die Stunde und ist von der Woche sehr niedergeschlagen. Es fällt ihm schwer zu reden und er weiß nicht, was er heute in der Therapie besprechen soll.

Ich nehme die Schwere bei mir körperlich wahr und merke einen Impuls, der mich zum Boden zieht. Ich erzähle W. von meinem Gefühl und frage ihn, ob er sich gerne auf den Boden legen möchte. W. ist skeptisch und sagt, er weiß es nicht. Ich frage ihn, was ihm in diesem Moment gut tun würde. Er würde sich gerne nur auf den Boden setzen. Ich bedanke mich für seine Ehrlichkeit und wir setzen und auf den Boden. Nach einer Zeit sagt W., er würde sich doch gerne hinlegen. Wir legen uns auf den Boden und lassen die Schwere in den Boden sinken.

Kreativität

Oft reichen Worte nicht aus, um das zu verarbeiten oder beschreiben, was passiert ist. Und genau dafür helfen kreative Medien, wie Malen, Zeichnen oder Ton. Auch hier gilt, es entscheiden immer Sie, ob wir etwas Kreatives machen oder nicht. Viele Menschen haben leider in der Schulzeit schlechte Erfahrungen mit Kreativität gemacht, daher tasten wir uns gemeinsam sorgsam an die Kreativität heran.

Die Erfahrungen in den frühkindlichen Jahren haben oft einen großen Einfluss auf den Rest des Lebens. Doch ist das eine Zeit, wo wir noch keine Sprache oder Worte haben. Kreativität erleichtert hier den Zugang.

BEISPIEL

O. reagiert in romantischen Beziehungen oft sehr ängstlich und gerät in Panik. O. versteht sich selber nicht. O´s Beziehungsperson zeigt sich liebevoll und konstant. O. hat große Sorge die Beziehung negativ zu sabotieren.

In der Therapie klagt O. oft darüber, dass die Ängste unbegründet sind, weil doch augenscheinlich alles passt. Ich schlage vor, die Angst mit Ölkreide darzustellen. Dazu erkläre ich O., warum wir das tun könnten. Denn wenn Sprache nicht ausreicht, schenkt uns Kreativität neue Perspektiven. Dann sage ich genau, wie wir vorgehen würden und kläre mit O. ab, ob das passt, ob wir etwas verändern, oder ob wir es ganz lassen. Für O. möchte es gerne ausprobieren. In einer angeleiteten Meditation kreieren wir zuerst ein Gefühl der Sicherheit und dann laden wir die Angst ein, sich zu zeigen in Formen und Farben. Danach malt O. ganz von selbst los und lässt am Papier entstehen, was sich zuvor vor dem inneren Auge gezeigt hat. Am Ende schauen wir uns das Bild von mehreren Seiten an. O. erkennt das Gefühl von Einsamkeit und Alleingelassen wieder. Es ist ein Gefühl, das O. sehr früh in der eigenen Geschichte verortet. Dadurch hat sich der Weg geöffnet, dass die Panik eine frühkindliche Reaktion auf Alleingelassen-werden sein kann.

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